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AMATEUR, VERTRAGSSPIELER, LIZENZSPIELER – WAS SIND DIE UNTERSCHIEDE?

„Mein Bruder hat jetzt einen Vertrag bei seinem neuen Verein unterschrieben!“ Solche Sätze hört man regelmäßig auf den Sport- und Bolzplätzen dieser Welt – und sie klingen verdammt spannend! Doch was bedeutet das eigentlich genau? Verdient der Bruder jetzt richtig Asche damit? Bevor man diese Fragen beantworten kann, sollte man Folgendes wissen:

Der DFB teilt den Status eines Fußballspielers in drei Gruppen ein. Er unterscheidet zwischen Amateuren, Vertragsspielern und Lizenzspielern.

AMATEURE

Amateure üben ihre Tätigkeit laut Definition nicht als Beruf, sondern als reines Hobby aus. Sie sind Mitglied in ihrem Verein, spielen Fußball in erster Linie aus Spaß – und bekommen dafür maximal 249,99 Euro im Monat. Man spricht hier nicht von einem Gehalt, sondern von einem „pauschalisierten Aufwendungsersatz“ für die entstehenden Kosten (z.B. Fußballschuhe, Versicherungen, Reisekosten/Verpflegung im Zusammenhang mit einem Spieltag usw.).
Ist irgendwann mehr Geld im Spiel, spricht man vom …

VERTRAGSSPIELER

Beim Vertragsspieler läuft die Sache schon deutlich professioneller ab: Er unterschreibt nicht nur die Vereinsmitgliedschaft, sondern dazu auch einen schriftlichen Vertrag. Danach erhält er garantiert mindestens 250 Euro im Monat, entweder als Vergütung oder in Form anderer geldwerter Vorteile, wie beispielsweise einen Firmenwagen. Der Verein muss den vertraglich gebundenen Spieler beim Finanzamt und der Sozialversicherung melden. Erreicht die monatliche Vergütung bis zu 450 Euro, spricht man vom sogenannten Mini-Job – auch in diesem Fall muss der Verein tätig werden und alles fristgerecht anmelden.

Im Vertrag werden zum Beispiel auch Extra-Prämien festgehalten oder Verfügbarkeiten bei Promo-Terminen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Thema Doping – sollte der Spieler zu illegalen Mitteln greifen, begeht er eventuell Vertragsbruch. Alle Details dazu findet ihr in einem Mustervertrag für Vertragsspieler, den der DFB bereitgestellt hat.

LIZENZSPIELER

Ein Lizenzspieler ist, laut offizieller Definition, wer das Fußballspiel aufgrund eines mit einem Lizenzverein oder einer
Kapitalgesellschaft geschlossenen schriftlichen Vertrages betreibt und durch Abschluss
eines schriftlichen Lizenzvertrages mit dem Ligaverband zum Spielbetrieb zugelassen
ist. Kurz gesagt: Glückwunsch, du bist Profifußballer in einer hochklassigen deutschen Liga.

Das reizvolle daran ist, dass der Weg nach oben ein ganz kurzer sein kann.
Wird beispielsweise ein Jugendspieler eines kleineren Vereins von einem Scout eines großen Vereins gesichtet kann er innerhalb von einer Saison vom absoluten Amateur zum Vertragsspieler werden. Ebenso schnell kann der Lizenzspielerstatus erreicht werden.

Die Devise an alle hoffnungsvollen Fußballtalente lautet: Gas geben, es kann sich lohnen!