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Salmünster oder Recife? Hauptsache Brasilien! Teil II

“Kannst du hochhalten?”

Die Frage eines kleinen brasilianischen Schülers.
Die komplette Klasse rastet aus, als ich diesen Satz mit einem klaren Ja beantworte.
Ein unglaubliches schönes Gefühl zu sehen, dass solch kleine Dinge eine so große Freude bewirken können. Und ich darf Teil davon sein. Wahnsinn.

Mein Tag beginnt in einer Schule in Recife. Neben der Frage ob ich hochhalten kann, werde ich natürlich gefragt wo ich denn herkomme. “Alemanha!” antworte ich in meinem routinierten portugiesisch. Ein positives Raunen geht durch die Klasse, denn wir haben in Brasilien ein wirklich gutes Standing.

Insgesamt helfen mir die Kinder spielerisch, mich in Recife einzuleben, denn das ist schwerer als Ihr denkt. Hier spricht so gut wie niemand Englisch, was die leichtesten Abläufe erheblich erschwert. Also muss ich die portugiesischen Basics draufhaben, Olá, Tchau und Alemanha sitzt schon mal 😛

Unabhängig der Sprachbarrieren ist der Verkehr in Brasilien eine reine Katastrophe. Glaubt man der Aussage einer Einheimischen, ist der Verkehr in Recife sogar der Schlimmste im ganzen Land. Für eine knapp 3 Kilometer lange Strecke habe ich letzten Donnerstag mit dem Bus eine halbe Stunde gebraucht – dies ist eventuell der Grund der häufigen Verspätungen aller Brasilianer … aber vielleicht auch nicht 😉
Seitdem ich hier bin, weiß ich den Luxus der deutschen öffentlichen Verkehrsmittel echt zu schätzen. Denn diese kommen pünktlich, nach Plan und die Haltestellen werden durchgesagt.
In Brasilien keine Spur von deutscher Pünktlichkeit! Die Busse kommen nach Lust und Laune und du musst selbst erkennen wo du dich gerade befindest … in einer komplett fremden Stadt … Danke!

Natürlich bin ich falsch ausgestiegen und natürlich kam ich an diesem Tag etwas zu spät zur Arbeit, was in Recife aber zur Normalität gehört und man auf Verständnis stößt. Mein Arbeitstag spielte sich in einer NGO ab, das ist eine non governmental organization, eine Einrichtung, die nicht staatlich gefördert wird und auf ehrenamtliche Arbeit angewiesen ist. In meinem Fall ist die NGO an eine katholische Kirche geknüpft, was einen heiligen Flair mitbringt. Fühlt sich gut an 😛

Ich lebe mich immer mehr in Recife ein, erkunde jeden Tag neue Orte und lerne neue Leute kennen. Mittlerweile habe ich auch schon so gut wie alle tradtionellen Gerichte probiert, Highlight war das Bananen – Käse Menü, welches mich positiv überrascht hat. Das nächste mal wage ich mich an die Bananen – Pizza ran.
Auf meiner Erkundungstour durch Recife hat mich vor Allem dieses Spielfeld extrem begeistert, weil es so zur brasilianischen Vorstellung passt.

Verfolgt weiterhin meine Beiträge und entdeckt mit mir diese wunderbare Stadt.

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