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Salmünster oder Recife? Hauptsache Brasilien! Teil I

Anderes Land. Andere Kultur. Andere Menschen. Eine gemeinsame Leidenschaft: Fußball.
Auf geht´s ins Abenteuer Brasilien!

Bevor ich euch auf meine Reise durch Recife mitnehme, möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin Vita, eine 23-jährige Studentin aus dem beschaulichen Bad-Soden Salmünster in Hessen. Seit über 15 Jahren spiele ich Fußball und darf meine Leidenschaft nun in einem sozialen, 6-wöchigen Vollzeitprojekt umsetzen, in dem wir Kindern aus ärmlichen Verhältnissen helfen, ihr soziales Verhalten zu verbessern.

Die Reise beginnt am Flughafen in Frankfurt am Main. Nach 8000 Kilometern, 10 Stunden Flug, drei Filmen und einem genüsslichen Wein bin ich endlich da. Meine neue Heimat: Recife.
Empfangen werde ich von meinem brasilianischen Gastvater, der mich in holprigem Englisch, aber einer sehr innigen Umarmung begrüßt. Gänsehaut. Geil.
Ebenso heißt mich ein ordentlicher Regenschauer willkommen. Gänsehaut. Nicht so geil.

Meine ersten Eindrücke der Stadt sind, trotz des schlechten Wetters zu Beginn, einfach überwältigend. Dieses Land hat so viele Facetten und ist in keiner Weise mit dem bekannten Deutschland zu vergleichen. Die Menschen der Stadt sind offen und freundlich, die Landschaft und das Wetter lassen mich einfach nur träumen und das Essen … Wahnsinn!

 

Jedoch ist in Recife nicht alles Friede und Freude. Die Schere zwischen Arm und Reich ist im gesamten Land extrem hoch. Während auf der einen Seite hochmoderne Wolkenkratzer stehen, verarmen auf der anderen Seite Menschen in den Favelas der Stadt. Die Ungleichheit der Chancen ist in der gesamten Stadt zu spüren. Hier möchte ich ansetzen und die Chancen für Kinder aus ärmlichen Verhältnissen verbessern.

Mein künftiges Projekt zielt darauf ab, Kindern aus den kriminellen und ärmlichen Favelas zu einer guten Ausbildung und zu einem insgesamt besseren Leben zu verhelfen. Hierzu versuche ich das nötige Handwerkszeug zu liefern, mit welchem sie sich dann selbst helfen können. Im Fokus des Projekts stehen sportliche Aktivitäten mit den Kindern, bei denen wichtige Werte wie Teamfähigkeit oder Selbstachtung vermittelt werden sollen.
Und welche Sportart eignet sich hierfür am besten? Richtig, Fußball. Kaum eine Nation ist so verrückt nach Fußball wie Brasilien, die Einheimischen vergöttern ihre Stars wie Neymar Junior, Dani Alves oder Marta und sind stolz auf ihr Nationalteam Seleção Brasileira de Futebol. Keine andere Sportart schafft es weltweit mehr Menschen miteinander zu verbinden. Und genau dieses Gemeinschaftsgefühl soll genutzt werden, um die Kinder in ihrer Entwicklung zu stärken. Dieses Ziel werde ich in den nächsten Wochen mit einigen anderen Studenten aus unterschiedlichsten Nationen verfolgen.

Mein persönliches Highlight der ersten Tage war, neben dem täglichen Umgang mit den Kids, der Besuch des Spiels Sport Recife gegen Bahia. Ein absolut einmaliges Erlebnis. Gigantische Stimmung und absolutes Schnäppchen. Der Stadionbesuch kostete mich umgerechnet nur 12€ inklusive des obligatorischen Bieres, auch wenn das deutsche Pils die Nase etwas vorn hat. Recife konnte sich gegen Bahia durchsetzen und gewann 2:0.

In der nächsten Woche widme ich mich überwiegend den Kindern. Ich besuche beispielsweise eine brasilianische Schule.

Verfolgt meine wöchentlichen Beiträge, entdeckt meine Arbeit mit den Einheimischen und erfahrt wie atemberaubend dieses Land ist. Bis zum nächsten Teil! ich freu mich auf euch!

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